Neun Jahre hatte man darauf hingearbeitet, um den lange ersehnten Abschied aus der A-Klasse verwirklichen zu können.
Sämtliche Vorbereitungen waren getroffen, die Mannschaft war heiß und bestens auf das Finale vorbereitet.
Das Spiel der Spiele hätte also beginnen können.
Fans und Zuschauer standen in den Startlöchern für Ihr Meisterschaftsendspiel
und dann ...
.. kam ein Telefonanruf aus Frensdorf, vom dortigen Spielleiter Neundorfer.
Dieser teilte mit, daß man aufgrund von Personalmangel nicht antreten könne.
Aufgrund von Verletzung und abwesenden FCN-Fans bringe man keine Mannschaft auf die Beine.
Diese Begründungen mußte vom nun feststehenden Meister, dem TSV Burghaslach so hingenommen werden.
Sportliche Einstellung und Anstand gegenüber seinem Gegner, den anderen Mannschaften und vor allem
der Tatsache, daß es für den TSV Burghaslach an diesem Tag um die Meisterschaft mit allen dazugehörigen
Feierlichtkeiten, Vorbereitungen und Ausgaben geht, waren den Verantwortlichen aus Frensdorf scheinbar fremd.
Die Meistermannschaft des TSV Burghaslach wurde von diesem Sachverhalt, von ihrem Abteilungsleiter W.Hofmann
jedoch erst unmittelbar vor Spielbeginn in Kenntnis gesetzt, so daß alle Spieler gleichzeitig vom feststehenden Titelgewinn
erfuhren. Die Feierlichkeiten konnten also beginnen.
Als Gegner sprang übringes die eigene F-II-Jugendmannschaft ein, welche mit Engagement, Freude am Spiel, alle Tugenden
präsentierte, die der ursprüngliche Gegner aus Frensdorf nicht aufbieten konnte.
Die Meistermannschaft mit Ihrem Trainer Alfred Kraus päsentierte sich vor "Spielbeginn" noch einmal den vielen Zuschauern
und feierte anschließend mit Ihnen und "Freibier" ausgiebig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg
in die Kreisklasse.
W. Hofmann

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